Pfarrer Matthias Ullrich, seit 2000 bis heuteIm September 2000 schrieb Pfarrer Ullrich in einem Grußwort an seine neue Gemeinde, dass ihm durch den Erzbischof von Berlin, Georg Kardinal Sterzinsky, die Gemeinde St. Antonius in Berlin-Oberschöneweide verliehen wurde. Am 02.09.2000 erfolgte dann die kanonische Einführung von Pfarrer Matthias Ullrich durch Dekan Franz Scholz in unserer Kirche innerhalb eines Hochamtes. Die Einführung wurde unter reger Beteiligung der Gemeinde und vieler Gäste gefeiert. Seit Herbst 2000 findet die Firmvorbereitung jährlich auf Dekanatsebene statt. Die Firmkatechesen werden abwechselnd in den Stadtgemeinden des Dekanates Treptow-Köpenick unter Mithilfe von Firmbegleitern aus den Gemeinden angeboten. Zur Vorbereitung auf dieses Sakrament wurden des Weiteren drei Firmwochenenden festgelegt, auch Projekttage schließen sich an. |
![]() Pfr. Matthias Ullrich |
Die Firmspendung erfolgt alternierend in den Kirchen von Köpenick, Adlershof und Oberschöneweide.
Bereits im Jahre 2000 erhielt Pfarrer Ullrich per bischöflichem Dekret den Auftrag, auch für die Gemeinde St. Johannes Evangelist in Johannisthal ab 2001 zuständig zu sein.

Am 21.01.2001 wurden Pfarrer Dieter Schmidt und seine Haushälterin, Frau Guth, in einem feierlichen Gottesdienst verabschiedet.
Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage des Erzbistums Berlin ergaben sich erhebliche Sparmaßnahmen, die das gesamte Erzbistum betrafen. Die Zusammenlegung von Pfarrgemeinden wurde u. a. unumgänglich.
Seit Ende Januar 2001 standen die Gemeinden St. Johannes Ev. in Johannisthal und St. Antonius in Oberschöneweide unter Leitung eines gemeinsamen Pastoralteams. Dadurch ergaben sich Veränderungen, aber auch Chancen im Hinblick auf das künftige Gemeindeleben der beiden Gemeinden.
Am 1. November 2000 nahm Frau Barbara Meier als Gemeindereferentin ihren Dienst in St. Antonius auf. Zum 1. Januar 2001 wurde Frau
Meier verstärkt in St. Johannes Ev. eingesetzt.
Im November 2002 entschiedensich die pastoralen Räte und Kirchenvorstände
für eine Fusion der Gemeinden St. Antonius und St. Johannes Evangelist. Die möglichen Konsequenzen aus der zu diesem Zeitpunkt
vorherrschenden bedenklichen Finanzlage des Erzbistums spielten dabei eine nicht unwesentliche Rolle.
Der Kardinal stimmte dem Antrag zum Zusammenschluss der Gemeinden zu und zum 01.02.2003 wurde die Fusion formal vollzogen. Die
Patronate beider Kirchen blieben erhalten, jedoch trägt die fusionierte Gemeinde den Namen der Mutterpfarrei "St. Antonius
von Padua" in Berlin-Oberschöneweide.
Dazu schrieb Pfarrer Ullrich im Pfarrbrief an die Gemeinde
(vgl. dazu den vollständigen Text):
"... Das Patronat unserer zwei konsekrierten Kirchen bleibt
von der Neuordnung unberührt. Die Pfarrei trägt den Namen des Heiligen Antonius. Wir werden selbstverständlich weiterhin beide
Kirchenpatrone in Ehren halten, wie wir ebenso natürlich aus den Wurzeln, Quellen sowie mit den Gaben und den Kräften der ehemals zwei
Pfarreien leben wollen..."
Im Frühjahr 2003 wurde eine Bronzetafel, die ihren dauerhaften Platz in der Pieta-Kapelle hat, feierlich enthüllt. Diese erinnert an die Gefallenen des II. Weltkrieges.
Seit April 2004 hat die ukrainische griechisch-katholische Gemeinde St. Nikolaus eine neue Heimat am Standort St. Johannes Ev. gefunden.
Sie erhielt per Vertrag zwischen dem Erzbistum und der Gemeinde St. Antonius das Nutzungsrecht für die Kirche und Gemeinderäume
in Johannisthal. Die ukrainische Gemeinde gehört dem Exarchiat von Skandinavien und Mitteleuropa an. Zurzeit ist Herr Pfarrer Dankiv
der Priester der Gemeinde St. Nikolaus. Die Gottesdienste werden im byzantinischen Ritus gehalten. Die gegenseitigen Kontakte unserer
Gemeinden werden z.B. zu Fronleichnam gepflegt. Die ukrainische Gemeinde wird zum Gottesdienst, Prozession und anschließendem
Gemeindefest eingeladen. Am Patronatsfest St. Nikolaus sind wiederum die Mitglieder von St. Antonius in der ukrainischen Gemeinde
herzlich willkommen.
Am 24.01.2004 verstarb Pfarrer Walter Arndt nach 29 Jahren priesterlichen Wirkens in Oberschöneweide. Mit ihm verlor die
Gemeinde einen sehr geschätzten Seelsorger und Beichtvater. Unter großer Beteiligung der Gemeinde und vieler Gäste wurde
er auf dem Waldfriedhof beigesetzt.
Ein Jahr später, am 29.05.2005 verstarb Herr Johannes Strauch, der in den Jahren 1979 bis
zu seinem Ruhestand (1996) als ständiger Diakon in unserer Gemeinde tätig war.
Anlässlich des 100jährigen Bestehens der Gemeinde im November 2003 wurde am Sonntag nach Fronleichnam ein Festhochamt
gefeiert mit anschließendem Gemeindefest. Zu diesem Festtag waren ehemalige Gemeindemitglieder eingeladen und eine Fotoausstellung
wurde eröffnet. In einem Forum erzählten die ältesten Gemeindemitglieder aus der Vergangenheit der Kirchengemeinde.
Anlässlich des ebenfalls 100jährigen Bestehens des Kirchenchores gab dieser im November 2003 ein Festkonzert.
Die Feierlichkeiten zur 100-Jahr-Feier der Gemeinde fanden am Sonntag Christkönig mit einem Festhochamt ihren feierlichen Abschluss.
Ein weiterer Höhepunkt des Jahres 2003 war der erste Ökumenische Kirchentag vom 28. Mai bis zum 1. Juni in Berlin. Auch unsere Gemeinde war Gastgeber. Viele ehrenamtliche Helfer waren notwendig, um zwei Schulen als Gemeinschaftsquartiere rund um die Uhr in dieser Zeit zu betreuen.
In den Jahren 2006 und 2007 konnte die Bleiverglasung der fünf Fenster mit den Heiligendarstellungen in der Aspis und der sechs großen Fenster im Hauptschiff überarbeitet werden. Die Fenster wurden gereinigt und mit einer Schutzverglasung versehen. Somit entfielen die in den 80er Jahren außen angebrachten Schutzgitter.

Aus Anlass der Grundsteinlegung unserer Antoniuskirche vor 100 Jahren feierten wir ein Festhochamt am 27.08.2006.
Die Eröffnung des Festjahres anlässlich der 100-Jahrfeier des Kirchbaus war am 1. Adventssonntag 2006 mit einem feierlichen Gottesdienst.
Frau Meier wurde nach sieben Jahren seelsorglichem Dienst in unserer Gemeinde sowie insgesamt 33 Jahren Tätigkeit als Gemeindereferentin im Bistum Berlin am 01.09.2007 in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.
Aufgrund des bedeutsamen Ereignisses, dass die St. Antoniuskirche im November 2007 auf eine 100jährige Geschichte
zurückblicken kann, gab es innerhalb des Festjahres vielfältige Angebote und Aktionen.
Mit einem feierlichen Pontifikalamt
unter Anwesenheit des Erzbischofs Georg Kardinal Sterzinsky am 11.11.2007 hat die Gemeinde mit vielen geladenen Gästen den
Höhepunkt des Festjahres - den 100sten Weihetag der Pfarrkirche St. Antonius - gefeiert. Das Hochamt am Sonntag Christkönig
schloss unser Jubiläumsjahr feierlich ab.
